Waggonhalle

"In die neue Welt"

Die Waggonhallen Produktion #5:



Regie: Willi Schmidt

Premiere: 25.09.2007, Waggonhalle Kulturzentrum



Waggonhalle

Eine oberhessische Geschichte

Ein oberhessisches Dorf vor 100 Jahren. Nach dem Kirmes-Besuch ein paar Dörfer weiter kommen "Burschen" und "Weibsleute" nachts auf dem Heimweg an den Bahnhof im Nachbardorf. Einer hat die Idee, nicht noch nach Hause zu laufen, sondern mit der Bahn zu fahren. Der Sonderzug besteht aus einem leeren Holzwaggon. Sie schieben diesen vom Nebengleis auf das Hauptgleis und stellen die Weichen richtig. Bei dem Gefälle können sie auf die Lokomotive verzichten, der Wagen läuft von selbst. Aber einer von ihnen bedient rechtzeitig die Bremse.

Waggonhalle

Auswanderern nach Amerika

Mit dieser Überlieferung aus der Wittelsberger Dorfchronik beginnt das Stück um die beiden befreundeten Knechte Gotthard und Heinrich sowie der Bauerntochter Luise. Das Dorfleben ist bis hinein in persönliche Beziehungen streng reglementiert. Als sich Gotthard, der Knecht und Luise, die Bauerntochter verlieben, ist das eine Unmöglichkeit.
Luises Schwester wurde schon in den Burgwald verheiratet und als diese stirbt, soll Luise - wie es in dieser Zeit nicht unüblich ist - die neue Frau ihres Schwagers werden. Doch Luise ist widerspenstig, hat Träume von einem anderen Leben und Gotthard und Heinrich haben von Auswanderern nach Amerika gehört, wo alle frei sein sollen, wo es keine Standesunterschiede geben soll...

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Ein Stück Dorfgeschichte

Das von Willi Schmidt konzipierte Stück wurde mit jungen Leuten entwickelt, die fast alle aus Dörfern der Region stammen. Es ist einerseits ein Stück Dorfgeschichte auf persönlicher Ebene, welches vor allem die soziale Frage, in diesem Fall den Standesunterschied zwischen Bauern und Knechten aufgreift. Es thematisiert aber auch Strukturen, die aus heutiger Sicht "mittelalterlich" wirken.

Maßgeblich unterstützt wurden sie bei der Realisierung durch die Hessische Volkskunstgilde e. V., die nicht nur echte Trachten und Utensilien zur Verfügung stellt, sondern auch in das Stück eingebunden historische Bräuche, Tanz und Musik beisteuert.
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