Veranstaltung Ronnie Taheny (Australia)

support: Howdiemania

Patti Smith trifft auf Pippi Langstrumpf - schräge Songpoesie mit Esprit für Menschen mit wachem Verstand.

In Jerusalem flogen ihr Kugeln um die Ohren. Sie ließ sich nach Bosnien einschmuggeln, sprang in Antwerpen aus einem brennenden Haus. Sie schlich sich ins Athener Olympiastadion ein und lief dort eine Ehrenrunde - Szenen aus dem unkonventionellen Touralltag einer ungewöhnlichen Songwriterin. Mehr als zwei Jahrzehnte lang hat Ronnie Taheny als Rebellin auf Reisen ihre Musik weltweit bekannt gemacht. Luka Bloom, Billy Bragg und Aimee Mann sind nur einige der vielen Künstler, deren Pfade sich mit denen der australischen Powerfrau mit den blonden Dreadlocks kreuzten.

Auf der Bühne gibt Ronnie Taheny die charmante Gaunerin, die mit unerschöpflicher Energie durch ihr Repertoire pflügt. Ihre Stories, ihr Pianospiel oder die Prügel, die die zwölfsaitige Gitarre abbekommt - Taheny ist immer scharfzüngig und schlagkräftig, warm und humorvoll, provozierend und menschlich zugleich.

Bis heute hat sich Ronnie die Gabe bewahrt, mit einem breiten Grinsen gegen Dogma und > Obrigkeitsdenken zu kämpfen - vorausgesetzt, sie hat Spaß dabei.
Mitte der 90er Jahre arbeitete Taheny in Irland und fasste in der Folge auch in den USA Fuß, wo sie unter anderem im Central Park spielte. 2002 brachte einen weiteren Karriereschub, als Ronnie Taheny bei Bertelsmann als Songschreiberin anheuerte - und dort unter anderem für BMG-Star Sasha Songs schrieb, die Millionen Fans erreichten.

Ihre Erfahrungen aus der Karriere als unabhängige Künstlerin gibt Ronnie Taheny mittlerweile an jüngere Musiker weiter - als Agentin, Produzentin und Tourmanagerin. Auf ihrem eigenen Label Arty Records ist gerade ihr neuntes Studioalbum "Start!" erschienen. Daneben lehrt sie an der Musikhochschule von Adelaide.

Howdiemania

BildUrsprünglich als reine Verbeugung vor dem großen Hank Williams geplant, merkten Guido Poeppler ("Moonages") und Carsten Beckmann ("Marburger Lyrikkompanie") schnell: Da steckt noch jede Menge mehr in der US-amerikanischen Ursuppe aus Country, Folk und Rockabilly.

Legenden vom Schlage eines Roger Miller, Merle Haggard und Johnny Cash, aber auch Rocker wie Eddie Cochran, Düsterkünstler wie Tom Waits oder Songwriting-Größen wie Bonnie Raitt kommen mittlerweile bei Howdiemania zu Wort – alles in Minimalarrangements mit Gitarre und Kontrabass. Und ab sofort, quasi als Bonus-Tracks: Eigenkompositionen aus Beckmanns Feder. Ob Hank das gewollt hätte?