Veranstaltung Waggonhalle Produktion No. 30: "Blackbird"

von David Harrower
Es spielen
UnaSophie-Bo Heinkel
RayNisse Kreysing
MädchenFranziska Reitz und Kira Friebertshäuser

RegieMatze Schmidt
RegieassistenzHelga Niehaus, Lena Uebelacker und Koami Raymond Awudza
Bühnenbild und AusstattungDaniela Vogt

Er ist nicht nur ein Pädophiler. Sie ist nicht nur ein Opfer.

Damals waren sie ein Liebespaar. Una war zwölf und Ray war 38, als man sie zusammen ertappte und er wegen Verführung einer Minderjährigen festgenommen wurde. 16 Jahre später lebt Ray unter einem anderen Namen und arbeitet in einer Firma, die Geräte für Zahnarztpraxen herstellt. Er hat seine Strafe abgesessen, ist mit einer neuen Frau zusammen und hat sich ein neues Leben aufgebaut. Anders als Ray kommt Una nicht mit dem klar, was damals geschehen ist. Als sie bei einem Zahnarztbesuch zufällig Rays Foto in einer Zeitschrift sieht, entschließt sie sich, ihn aufzusuchen.

BildDas Kammerspiel BLACKBIRD zeigt die Begegnung zweier Menschen, deren Leben von einer gemeinsamen Erfahrung geprägt ist. Opfer und Täter treffen unvermittelt aufeinander. So sehr zu Beginn die Rollen klar erscheinen, so sehr verkehrt sich im Laufe der Unterredung das allzu einfache Rollenschema und offenbart die Geschichte einer ganz und gar unmöglichen Zuneigung.
(Text: Litag Theaterverlag)

"Blackbird" ist ein bedrückendes, flirrendes und provokantes Theaterstück, in dem die Zuschauerperspektive auf Moral und Unmoral ständig verschwimmt.

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„Verstörendes Theaterstück
„Blackbird“ ist ein Zwei-Personen-Drama um Missbrauch und ambivalente Gefühle, das die Zuschauer anderthalb Stunden in Atem hält.
Sophie-Bo Heinkel und Nisse Kreysing vermitteln plastisch die Ambivalenz ihrer Figuren, ihr Gefühlschaos - Wut, Selbstmitleid, Trauer, Berechnung. Explosionsartig wüten sie gegen sich, ihr Gegenüber und den Raum, mal gegeneinander, mal miteinander.
Am Ende gibt es für die konzentrierte Inszenierung und die kraftvollen schauspielerischen Leistungen nach einem Moment der Beklommenheit viel Applaus. Nicht gerade ein amüsanter Theaterabend, aber einer von großer Intensität.“
(Oberhessische Presse, 24.03.18)